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Freiberuflich tätiger Übersetzer oder Agentur?

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Häufig reicht ein Freiberufler völlig aus

Sie haben ein Übersetzungsprojekt und wissen nicht, ob Sie sich damit an einen freiberuflich tätigen Übersetzer oder eine Agentur wenden sollen?

Hier ein paar Punkte, die Ihnen bei der Wahl helfen können:

In relativ verbreiteten Sprachkombinationen, insbesondere vielen europäischen Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch…), sollte es nicht schwer sein, einen qualifizierten Übersetzer bzw. eine qualifizierte Übersetzerin zu finden – v. a. wenn das Gebiet, auf dem übersetzt werden soll, eher als allgemeinsprachlich einzustufen ist und keine spezielle Software (z. B. InDesign, PowerPoint, QuarkXpress…) benötigt wird. Ein Übersetzer kann – je nach Sprache und Arbeitsbereich – etwa 2 000 bis 3 000 Wörter pro Tag schultern, manchmal mehr. Sollten Sie also nicht gerade die Übersetzung von 15 000 Wörtern innerhalb von zwei Tagen benötigen, ist es nicht unbedingt notwendig, sich bei einem derartigen Volumen eine Agentur zu suchen.

Agenturen empfehlen sich vielmehr für Übersetzungen in seltenen Sprachpaaren und für Projekte, die in viele verschiedene Sprachen übersetzt werden sollen, so Sie sich nicht viele einzelne Übersetzer suchen wollen. Manche selbstständige Übersetzer – wie Côté Langues auch – bieten jedoch durchaus auch ein gewisses Projektmanagement und dazu häufig den Vorteil, dass sie ihre Kollegen persönlich kennen. Sehr zu empfehlen ist die Zusammenarbeit mit einer Agentur meistens dann, wenn ein sehr großes Volumen vorliegt, das in kurzer Zeit bearbeitet werden und daher auf mehrere Personen aufgeteilt werden muss. Agenturen akzeptieren in der Regel auch eine sehr viel speziellere und seltenere Software als Freiberufler, selbst wenn gerade technische Übersetzer häufig auch mit Formaten wie Indesign arbeiten. Oft bieten Agenturen ferner eine wesentlich breitere Palette an verschiedenen Dienstleistungen (Untertiteln, Tonaufnahmen…) als ein einzelner Übersetzer, eine Vier-Augen-Kontrolle wird von seriösen Agenturen systematisch durchgeführt, ist aber auch bei freiberuflich tätigen Übersetzern nach Rückfrage möglich.

Eine Garantie für eine höhere Qualität bieten Agenturen nicht, ein direkter, persönlicher Kontakt zum Übersetzer ist in der Regel nur mit einem selbstständigen Übersetzer möglich. Schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten.

Suchen Sie Ihren Übersetzer nicht irgendwo…

Wie also erkennt man als relativer Laie einen guten Übersetzer?

Zunächst einmal empfiehlt es sich, sich einen Übersetzer nicht irgendwo zu suchen.

Falls Sie einen Übersetzer benötigen, der mit dem Sprachpaar Deutsch/Französisch arbeitet, wird es z. B. wenig Sinn machen, in Russland, Indien oder Südamerika zu suchen.

Relativ umstritten ist jedoch, ob ein Übersetzer im Land der Sprache des Ausgangstextes oder im Land der Zielsprache leben sollte. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Ihr Übersetzer beide Sprachen ausgezeichnet beherrscht und auch in beiden Kulturen zu Hause ist. Außer in überaus seltenen Sprachkombinationen übersetzen seriöse Anbieter ferner nur in ihre Muttersprache. Vorsicht ist u. U. jedoch trotzdem geboten, wenn ein Muttersprachler schon 15 oder 20 Jahre im Ausland wohnt. Sein Sprachniveau kann dann veraltet oder die Übersetzung wenig idiomatisch sein. Auch Lokalisierungen können ihm dann Schwierigkeiten bereiten.

Sollte Ihre Zielsprache außerdem in mehreren Ländern gesprochen werden, sollten Sie ferner darauf achten, dass Sie einen Übersetzer wählen, der in der entsprechenden Variante arbeitet. Für einen Text für die Schweiz nehmen Sie also lieber einen Muttersprachler, der in der Schweiz aufgewachsen ist und keinen Hamburger oder Berliner.

Wählen Sie einen wirklichen Profi!

Wählen Sie einen professionellen Übersetzer und keinen Muttersprachler, der einfach nur nebenbei Übersetzungen anfertigt, um sich auf irgendeine Art und Weise über Wasser zu halten.

Genauso wie ein Handwerker nicht Stromleitungen verlegt, Mauern hochzieht und Dachstühle baut, kann ein Übersetzer nicht auf x Gebieten arbeiten. Vorsicht kann also bei Kollegen geboten sein, die von medizinischen Übersetzungen über Marketing bis hin zu Finanz- und juristischen Texten alles anbieten. Die wirklich guten Übersetzer haben in der Regel nur wenige Spezialgebiete und verweisen bei anderen Angeboten auf Kollegen oder arbeiten mit anderen Freiberuflern zusammen.

Lowcostpreise sind selbst bei ausgebildeten Übersetzern mit Diplomabschluss kein gutes Zeichen, zwingen sie doch den entsprechenden Sprachmittler, tagein, tagaus bis spät in die Nacht zu arbeiten, an den nötigen Recherchearbeiten zu sparen oder sich anderweitig zu behelfen. Wie bei anderen Leistungen auch gilt: Qualität hat ihren Preis!

Nicht jeder selbstständige Übersetzer verfügt über eine Homepage, viele arbeiten im Wesentlichen mit Agenturen zusammen und weniger mit Direktkunden und sehen daher die Notwendigkeit nicht oder bekommen ihre Kunden v. a. über Mundpropaganda und soziale Netzwerke.

Googlen Sie Ihren Übersetzer ruhig einmal…

“Seinen” Übersetzer zu googlen, kann aber auf keinen Fall schaden. Vielleicht finden Sie sein Profil ja auf Viadeo, LinkedIn oder Xing, auf der Liste eines Berufsverbandes, vielleicht hat er/sie ja eine Firmenfacebookseite? Welchen Eindruck macht das, was Sie über “Ihren” Übersetzer finden? Welche Ausbildung hat er? Womit hat er vor seiner Übersetzertätigkeit seine Brötchen verdient? Wie schreibt “Ihr” Übersetzer? Drückt er/sie sich in der Ziel-, Ausgangssprache gut aus oder reiht er/sie Rechtschreib-, Grammatik- und andere Fehler aneinander? Finden Sie im Netz Übersetzungsprojekte, für die er/sie verantwortlich zeichnet (Artikel, Reiseführer…)? Finden Sie Äußerungen über ihn/sie? Wer empfiehlt ihn/sie? Wie gefällt Ihnen der Stil “Ihres” Übersetzers?

Sollten Sie einen Dienstleister für ein Projekt suchen, bei dem ein besonders guter Stil wichtig ist, ist ein gutes Zeichen, wenn “Ihr” Übersetzer Germanist ist oder auch noch andere Serviceleistungen, wie z. B. Copywriting, anbietet oder in irgendeiner Weise schreibend tätig ist – beispielsweise als Journalist.

Arbeiten Sie in anderen Sprachkombinationen bereits zu Ihrer vollsten Zufriedenheit mit Freiberuflern zusammen, dann fragen Sie doch diese Übersetzer, welche Kollegen sie Ihnen empfehlen können!

Motivieren Sie Ihren Übersetzer!

Sind Sie schließlich sicher, mit wem Sie zusammenarbeiten wollen, kann es eine gute Idee sein, Ihrem Übersetzer bereits zu Beginn des Projekts anzukündigen, dass Sie seinen Namen in Ihrer Broschüre, Ihrem Reiseführer, auf Ihrer Homepage… ebenso erwähnen werden, wie z. B. den Grafiker, der für die visuelle Gestaltung Ihrer Werbeprospekte verantwortlich zeichnet. Das motiviert, würdigt die geleistete Arbeit und garantiert “Höchstleistungen”, denn: Kein halbwegs seriöser Anbieter möchte mit einer mittelmäßigen Übersetzung in Verbindung gebracht werden.

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