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Regionalwettbewerb Deutsch: Preisverleihung in Saint Nazaire

Regionalwettbewerb Deutsch: Preisverleihung in Saint Nazaire

Krimiwettbewerb mit 332 teilnehmenden Schülern und Schülerinnen

Da mir als überzeugte Europäerin und langjährige Sprachlehrerin besonders wichtig ist, junge Leute für Fremdsprachen und insbesondere für Deutsch zu begeistern, habe ich im Schuljahr 2013/14 in Zusammenarbeit mit der Schulbehörde in Nantes einen Regionalwettbewerb Deutsch organisiert, an dem Gesamtschulen, Berufsschulen und Gymnasien in den fünf Departements der Académie Nantes, also der Vendée, der Loire-Atlantique, der Mayenne, dem Maine-et-Loire und der Sarthe teilnehmen konnten.

Aufgabe der Schüler war es, gemeinsam mit ihren Lehrern und Lehrerinnen in Partnerarbeit oder Kleingruppen von maximal vier Schülern bzw. Schülerinnen Kurzkrimis auf Deutsch und Französisch zu erstellen, welche zwei DinA4-Seiten lang sein sollten. Interessierten Lehrkräften hatte ich außerdem eine Sammlung an Unterrichtsvorschlägen zur Verfügung gestellt.

Der Wettbewerb hatte einen geradezu umwerfenden Erfolg, so nahmen daran 11 Collèges und 14 Lycées der Académie Nantes mit insgesamt 332 Schülern teil und reichten über 60 Kurzkrimis auf Deutsch und Französisch ein, die kaum vielfältiger hätten sein können.

Jury aus drei Ländern

Eine Jury mit Mitgliedern aus drei Ländern (Frankreich, Deutschland und Österreich) ermittelte daraus die 16 besten Kurzkrimis, welche im Anschluss bei Sokrys in La Baule gedruckt wurden. Exemplare der Krimisammlung wurden natürlich an jede Gruppe verschickt, deren Krimi ausgewählt worden war. Die ersten Gewinner bekamen ferner zusätzliche Preise, welche von apidesk, dem Deutsch-französischen Kulturzentrum in Nantes, dem Schloss Goulaine, dem Grand Parc du Puy du Fou, dem Syndicat Mixte du Pays du Mans und Sokrys Editions gespendet worden waren, darunter Eintrittskarten, Wörterbücher, Workshops und Taschenrechner.

Zweiter Gewinner unseres Wettbewerbs war eine Schülergruppe in Saint Nazaire, die mit ihrem Text „Der letzte Kopfsprung“ überzeugen konnte und für die ganze Klasse einen Facebookworkshop mit Robert Chalumeau von apidesk gewann, welcher sich v. a. mit dem Thema Sicherheit beschäftigte. Hier der Anfang des Kurzkrimis der Gruppe:

Der letzte Kopfsprung

“Guten Tag, hier ist Radio Korsika. Es ist sieben Uhr und wir haben eine Nachricht für Sie, weil der Bürgermeister von Ajaccio verschwunden ist. Deshalb arbeitet er heute nicht in seinem Büro. Man weiß nicht, wo er ist. Jetzt die Wettervorhersage.”

Bip… Bip…

Louise schaltet das Radio aus und fährt zu ihrem Vater. Ihr Vater ist seit fünf Jahren der Bürgermeister von Ajaccio. Er ist ein autoritärer Mann, aber sehr beliebt. Die letzten Tage war er traurig, weil seine Frau letzte Woche gestorben ist.

Vor dem Haus ihres Vaters siehr sie viele Journalisten.

Sie tritt ins Haus ihres Vaters ein. Sie hat Angst und sucht ihn.

Das Haus ist genauso leer wie der Dachboden und die Garage. Sie weint. Sie findet ihren Vater auf dem Grund des Pools.

Dring, dring!

“Detektiv Geronimo am Apparat.”

“Guten Tag, ich bin Louise Rossini, die Tochter des Bürgermeisters. Ich habe meinen Vater gerade tot in seinem Schwimmbad aufgefunden, ich…”

 

Couv2

Couv3

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