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15 Ausdrücke, die man an Weihnachten kennen sollte

Christbaum

Deutscher Weihnachtswortschatz

1. Bescherung

Bei der Bescherung handelt es sich um einen Weihnachtsbrauch, bei dem man sich gegenseitig beschenkt. Traditionell findet die Bescherung in deutschen Familien am 24.12. bei Einbruch der Dunkelheit, also etwa gegen 18 Uhr, statt.

2. Plätzchen

In Deutschland, Österreich und im Elsass ist es üblich, die Adventszeit durch das Backen von Plätzchen (z. B. Zimtsternen, Vanillekipferln, Makronen, Butterplätzchen…) vorzubereiten. In meiner Familie begann man traditionell beim ersten Schnee mit dem Plätzchenbacken, in der Regel handelte es sich dabei um einen Tag Ende Oktober oder Anfang November. Gegessen werden die Plätzchen dann ab dem ersten Advent, in manchen Familien nur an den Adventswochenenden.

3. Heilignacht

Als Heilignacht oder auch Christnacht bezeichnet man die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember.

4. Christbaum

In Altbayern, Österreich und der Schweiz nennt man den Weihnachtsbaum Christbaum. Traditionell findet man geschmückte Tannenbäume in Wohnungen, Kirchen, Schulen und teils auch Ämtern. Auch auf größeren Weihnachtsmärkten darf ein Christbaum nicht fehlen.

Christbaum


5. Lametta

Bei Lametta handelt es sich um einen traditionellen Christbaumschmuck aus dünnen, glitzernden Metallstreifen. Während Lametta in den 60er- und 70er-Jahren an sehr vielen Christbäumen zu finden war, ist es heutzutage v. a. aus Gründen der Nachhaltigkeit fast out. In Deutschland gibt es außerdem seit ein paar Jahren keinen Lamettaproduzenten mehr.


6. Christkind

Das Christkind geht überwiegend auf eine protestantische Tradition zurück, ist heute jedoch vor allem in katholischen Gegenden verbreitet. Dem Brauch zufolge bringt das Christkind Kindern in Süddeutschland, im Elsass, in Österreich, der Deutschschweiz sowie in Südtirol die Weihnachtsgeschenke. Dargestellt wird das Christkind in der Regel als pausbäckiges Kind mit Flügeln und blonden Locken.


Mit Lichtern geschmückte Bäume im Winter

7. Lichterglanz

Unter Lichterglanz versteht man den Glanz und die Helligkeit, die von vielen Lichtern, also z. B. Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen und auf Weihnachtsmärkten, ausgeht.


8. Christstollen

Bei einem Christstollen handelt es sich um ein Weihnachtsgebäck aus Hefeteig. Zutaten für einen Christstollen sind z. B. Rosinen oder Sultaninen, Zitronat, Orangeat und Mandeln. Auch Marzipan und Rum sind möglich. Stollen werden in einer speziellen Stollenform oder auf dem Blech gebacken und sofort nach dem Backen mit geschmolzener Butter bestrichen und mit Puderzucker bestreut.

Weihnachtsstollen


9. Heiligabend

Als Heiligabend wird der Abend des 24. Dezember bezeichnet, an vielen Orten ist damit auch der ganze Tag vor dem Weihnachtsfest gemeint.


10. Lebkuchen

Bei Lebkuchen handelt es sich um ein recht würziges, haltbares Weihnachtsgebäck, das in verschiedenen Formen (z. B. Herzen, Rechtecke, runde Oblatenlebkuchen) hergestellt wird. Bei den sog. Nürnberger Lebkuchen handelt es sich um eine geschützte Herkunftsbezeichnung für Lebkuchen, die in der fränkischen Stadt Nürnberg hergestellt werden. Traditionelle Lebkuchenzutaten sind Nüsse, Mandeln, Orangeat, Zitronat, Lebkuchengewürz (Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken, Piment, manchmal auch zusätzlich Koriander und Muskatnuss), Mehl, Honig und Butter.


11. Räuchermännchen

Räuchermännchen sollen im Erzgebirge erfunden worden sein und dienen zum Abbrennen von Räucherkerzen. Zum Einsatz kommen Räuchermännchen vorwiegend in der Weihnachtszeit, wo sie einen Duft von Tannennadeln, Zimt, Glühwein, Kokos oder nach Bratäpfeln verströmen.


12. Hüftgold

Bei Hüftgold handelt es sich um einen umgangssprachlich-scherzhaften Begriff, der auf die Pfunde anspielt, die sich durch ein Übermaß an Essen und einen Mangel an Bewegung auf den Hüften ablagern. Aufgrund der vielen Plätzchen und Lebkuchen sowie einem oft opulenten Festmahl am 25. und 26. Dezember fällt Hüftgold vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit an.


13. Weihnachtskrippe

Eine Weihnachtskrippe stellt Christi Geburt dar. Im Gegensatz zu Frankreich befindet sich das Christkind in deutschen Krippen häufig bereits in der Adventszeit in seinem Bett aus Stroh und Heu. Figuren in Weihnachtskrippen sind Maria und Josef, das Jesuskind, Ochs und Esel, Hirten und Schafe, die drei Weisen aus dem Morgenland mit Kamelen und Esel sowie der Verkündigungsengel. Krippen werden innerhalb der Familien oft von Generation zu Generation weitergegeben.

Weihnachtskrippe mit Maria und Josef, dem Jesukind, den Hirten, den Weisen aus dem Morgenland


14. Glühwein

Glühwein wird im Advent häufig auf Weihnachtsmärkten getrunken. Es handelt sich dabei um einen heißen Würzwein. Traditionell wurde Glühwein mit Rotwein hergestellt, seit ein paar Jahren gibt es Glühwein jedoch auch auf Weißweinbasis. Als ein in Flaschen abgefülltes Produkt gibt es Glühwein in Deutschland bereits seit 1956 zu kaufen. Zugesetzt werden dem Wein Gewürze, wie Nelken, Zimt, Anis, Kardamom oder Muskatnuss. Die genaue Mischung der Zutaten wird häufig streng geheim gehalten.


15. Adventskranz

Beim Adventskranz handelt es sich um einen aus Tannenzweigen geflochtenen Kranz, der entweder den Tisch schmückt oder der im Raum aufgehängt wird. Ein Adventskranz hat vier Kerzen, von denen die erste am ersten Adventssonntag angezündet wird, die zweite am zweiten usw., bis schließlich am vierten Adventssonntag sämtliche Kerzen brennen.

Allen Lesern ein schönes Fest!

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