Leichte Sprache ist die verständlichste Form des Deutschen. Sie richtet sich vor allem an Menschen mit Lernschwierigkeiten und sollte immer ein inklusives Projekt sein. Das heißt: Die Zielgruppe arbeitet bei der Entstehung der Texte mit und prüft sie zum Beispiel auf Verständlichkeit. Ich finde es wichtig, dass Prüfer*innen fair bezahlt werden. Meine Leichte-Sprache-Prüfer befinden sich deshalb auf dem ersten Arbeitsmarkt. In diesem Interview lernst du meinen Prüfer für Leichte Sprache Henri Hirt kennen. Viel Spaß beim Lesen!
Interview mit Leichte-Sprache-Prüfer Henri Hirt
Hallo, Henri! Du bist Prüfer für Leichte Sprache. Was macht ein Prüfer für Leichte Sprache?
Ich lese einen Text.
Die Frage ist: Verstehe ich alles?
Sonst muss der Übersetzer den Text ändern.
Da bin ich streng.
Warum sind Prüfer für Leichte Sprache wichtig?
Damit alle den Text verstehen können.
Das ist wichtig.
Seit wann bist du Prüfer für Leichte Sprache?
Ich habe die Ausbildung im Sommer 2024 gemacht.
Aber ich habe auch vorher schon geprüft.
Wie hast du die Idee gehabt, Prüfer zu werden?
Andrea hatte die Idee.
Das ist eine Schreib-Freundin von mir.
Wo hast du deine Ausbildung zum Prüfer für Leichte Sprache gemacht?
Bei Thorsten Lotze in Osnabrück.
Er hat ein Büro für Leichte Sprache.
Er ist nett.
Er hat strubbelige Haare.
Was macht dir am Prüfen Spaß?
Ich mag Texte.
Ich bin pingelig.
Ich lese gern.
Was sind deine Lieblingsthemen beim Prüfen von Leichter Sprache?
Geschichte und Politik.
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Was für Texte prüfst du nicht gern?
Texte über Nazis.
Wo prüfst du Leichte Sprache und mit wem?
Ich prüfe zu Hause.
Ich prüfe online am PC.
Oder ich prüfe auf Papier mit meiner Mutter.
Sie hilft mir.
Ich würde auch irgendwo hinfahren.
Aber hier in der Nähe bekommen die Prüfer kein Geld.
Wann prüfst du am liebsten und warum?
Egal.
Nur nicht abends.
Da esse ich Pizza, trinke Orangina und schaue Tablet.
Du bist Kleinunternehmer. Warum?
Prüfen ist Arbeit.
Ohne Geld prüfe ich nicht.
Sprache ist mein Leben.
Mit Sprache kann ich Geld verdienen:
mit Prüfen.
Und mit Bücher verkaufen.
Und ich arbeite auch noch in einem Büro.

Jetzt habe ich noch ein paar persönliche Fragen. Wie alt bist du?
Ich bin 21 Jahre alt.
Wo wohnst du?
Ich wohne in Walldorf bei Heidelberg.
Du schreibst und zeichnest auch. Magst du mehr darüber erzählen?
Ich werde ein berühmter Schriftsteller.
Mein erstes Buch heißt: „Herz ist eine Sprache, die wir verstehen“ (Gedichte, Edition Peter Schlack, ISBN: 978-3-00-079172-7). Das kann man im Buchladen kaufen oder bei mir.
Ich zeichne auch Bildergeschichten und Politiker. Am liebsten zeichne ich Olaf Scholz.
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(Alles Unterstriche.)