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Korrekturlesen: 7 Tipps vom Profi

Korrektur roter Stift

Korrekturlesen: Tipps vom Texter + Übersetzer

Wer schreibt, kommt nicht umhin, sich seinen Text durchzulesen und auf Fehlersuche zu gehen. Es sei denn, er kann sich einen professionellen Korrektor bzw. Lektor leisten. Korrekturlesen ist wichtig, egal, ob es sich um eine Seminararbeit, eine Bachelorarbeit, eine Doktorarbeit, eine Broschüre, einen Flyer, eine Website oder einfach nur ein Schild handelt. Auch ich bin nicht perfekt. Sollten Sie in meinem Blog einen Fehler finden, freue ich mich über eine Rückmeldung: contact@cotelangues.com

Wie aber klappt es mit dem Korrekturlesen?

1. Dem Rechtschreibprogramm misstrauen

Die Rechtschreibhilfe des eigenen Textverarbeitungsprogramms über seine Datei laufen zu lassen mag zwar eine Orientierung geben, reicht aber bei weitem nicht aus. Viele Fehler werden vom Rechtschreibprogramm nicht erkannt oder aber es werden richtig geschriebene Wörter als falsch moniert. So kennzeichnet Word 2013 beispielsweise immer noch Wörter, die sich nach der neuen und nicht nach der alten Rechtschreibung richten. Ein Problem ist dies z. B. bei der s-Schreibung. Viele Ausdrücke (z. B. seit : seid, wart : ward) existieren ferner in einer anderen Rechtschreibung und werden daher nicht unbedingt als falsch erkannt. Nicht immer klappt es außerdem mit den Endungen. Eine Rechtschreibhilfe kann daher nur eine Art Grob-Check sein.

2. Sich den Text laut vorlesen

Wenn ich den ersten Durchgang einer Übersetzung beendet habe oder mit der ersten Fassung eines Blogartikels fertig bin, lese ich mir den jeweiligen Text laut durch. Dadurch verlangsamt sich zum einen die Lesegeschwindigkeit, zum anderen fällt mir so besser auf, ob ich am Rhythmus des Textes etwas verändern muss, Sätze umgestellt werden sollten, um mehr Abwechslung im Satzbau zu bieten. Beim lauten Vorlesen höre ich, ob ein Satz kürzer oder länger sein sollte. Ferner richtet sich mein Augenmerk so verstärkt auf die Endungen von Substantiven, Adjektiven und Verben sowie die Zeichensetzung. Wo fehlt ein Komma? Wo wurde eventuell eines zu viel gesetzt?

3. Das Schriftbild verändern

Speziell bei längeren Texten, an denen man schon eine gewisse Zeit arbeitet und die man wiederholt durchgelesen und überarbeitet hat, überliest man gerne Fehler. Hier hilft ein einfacher Trick. Damit einem der Text quasi neu erscheint und einem Fehler mehr ins Auge stechen, kann es sich lohnen, den Schrifttyp zu wechseln und statt Calibri z. B. Arial einzustellen. Möglich ist natürlich auch, die Schriftgröße oder -farbe zu ändern.

4. Nicht sofort Korrektur lesen

Ratsam ist, nicht unmittelbar nach dem Schreiben eines Werbetextes, eines Newsletters … mit dem Korrekturlesen zu beginnen. Stattdessen sollte man sich eine Verschnaufpause gönnen, einen Tee trinken, eine Runde ums Viertel laufen oder sogar den Text einen ganzen Tag (oder noch etwas länger) ruhen lassen. Fehler fallen einem schneller auf, wenn man nicht mehr im Thema “gefangen” ist.

5. Den Text ausdrucken

Manchen Menschen hilft es auch, den eigenen Text auszudrucken und sich mit dem Rotstift an die Korrektur zu machen. Empfehlenswert ist diese Technik v. a. für Leute, die sich am Bildschirm zu leicht ablenken lassen und bei der Arbeit am PC häufig auf ihre E-Mails schauen, in sozialen Netzwerken surfen, chatten usw.

6. Mindestens zwei Durchgänge vornehmen

Nach dem ersten Korrekturlesen lasse ich meinen Text, so es die Deadline erlaubt, noch einen weiteren Tag liegen, bevor ich ihn mir schließlich noch mindestens einmal durchlese. Drängt die Zeit, mache ich den zweiten Durchgang sofort, bei schwierigen Texten plane ich sogar einen dritten Durchgang ein.

7. Vier Augen sehen mehr als zwei

Wer in seinem Umfeld stil- und rechtschreibsichere Leute hat, für die auch Zeichensetzung und Satzbau keine Fremdwörter sind, sollte seinen Text einer anderen Person vorlegen. Vier Augen sehen mehr als zwei! Wenig Sinn macht es allerdings, sich auf Freunde, Bekannte usw. zu verlassen, die mit dem Deutschen eher hadern. Insbesondere bei akademischen Arbeiten, wie Bachelorarbeiten, Doktorarbeiten usw., und bei Werbetexten sollte man auf einen wirklichen Fachmann bzw. eine wirkliche Fachfrau bauen. Häufig stechen Laien nämlich nur ganz grobe Fehler ins Auge, so z. B. dem Ehemann einer Freundin, den diese gebeten hatte, ihr bei der Korrektur der Texte für ein Werbevideo unter die Arme zu greifen. Ergebnis waren Untertitel voller Rechtschreibfehler, Verstöße gegen die Zeichensetzung und sehr viel Umgangssprache …

Sie möchten mit einem professionellen Korrekturleser oder Texter zusammenarbeiten bzw. benötigen eine Übersetzung? Dann melden Sie sich bei mir!

 

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