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Übersetzung vom Küchentisch oder aus dem Coworking-Space?

Übersetzerin im Kaffeehaus

Küchentisch, Coworking-Space, Einzelbüro oder Wohnmobil? In diesem Übersetzer*innen-Round-up wollte ich von meinen Kolleg*innen wissen: Von wo aus arbeitest du? Wo entstehen deine Übersetzungen? Was sind Vor- und Nachteile deines Arbeitsplatzes, was deine besten Tipps? Gefunden habe ich Sprachmittler*innen in den USA und Europa, die ihren Laptop an ganz unterschiedlichen Orten zum Übersetzen aufklappen. Und natürlich verrate ich dir in diesem Round-up auch, wo meine Texte entstehen.

Orte, an denen Übersetzer*innen am liebsten arbeiten

 

#1 Die Übersetzerin mit dem Wohnmobil

Übersetzerin Michaela Bittner und ihr Wohnmobil

Übersetzerin Michaela ist gern mit dem Wohnmobil unterwegs

Übersetzerin Michaela Bittner lebt in den USA. Sie arbeitet in der Sprachrichtung Englisch-Deutsch in den Bereichen Marketing und IT. Spezialisiert ist die Freiberuflerin außerdem auf Transkreationen.

Jeden Sommer brechen mein Mann, meine beiden Kinder und ich zu einer 4- bis 6-wöchigen Reise im Wohnmobil quer durch die USA auf. Dieses Jahr erkundeten wir den Nordwesten der Vereinigten Staaten und können nun stolz sagen, dass wir gemeinsam alle „Lower 48 States“ bereist haben.

Ich nehme mir dabei nie eine komplette Auszeit, sondern reduziere meine Arbeitszeit als Übersetzerin. Meist arbeite ich während der Fahrt, was im Wohnmobil überraschend komfortabel ist. Ich sitze an einem richtigen Tisch, auf dem Platz für mein Laptop und meine Maus ist. Und Strom gibt es auch. An „stationären“ Tagen übersetze ich morgens und abends jeweils zwei bis drei Stunden. Ich bin Frühaufsteherin und kann so in aller Ruhe die E-Mails von meinen Kunden aus Europa abarbeiten, bevor der Rest meiner Familie sich rührt. Wenn viel zu tun ist, lege ich ab und zu auch mal einen ganzen Arbeitstag ein, während mein Mann und meine Kinder allein losziehen.

In der Vergangenheit war zuverlässiger Internetzugang meist das größte Problem. Viele Campingplätze, besonders in State Parks und Nationalparks, bieten kein WLAN und Handyempfang gibt es in abgelegenen Gegenden oft nicht. Deshalb habe ich dieses Jahr in einen Starlink investiert – was sich für mich als Übersetzerin wirklich gelohnt hat. Solange wir freie Sicht auf den Himmel haben, habe ich selbst mitten im Nirgendwo einen blitzschnellen Internetzugang.

Die 3 schönsten Seiten beim Arbeiten im Wohnmobil:

  • Das Beste aus beiden Welten: Ich kann mit meiner Familie die USA entdecken, verdiene weiterhin Geld und bin für meine Übersetzungskund*innen da.
  • Mein eigenes Reich: Ich habe immer alles dabei und kann mich gut zurückziehen.
  • Freiheit: Für mich sind unsere Sommerurlaube der Inbegriff von Freiheit und einer der Gründe dafür, warum ich meinen Job so liebe.

Die 3 größten Herausforderungen beim Arbeiten im Wohnmobil:

  • Man muss gut planen: Wie ist der Handyempfang auf dem Campingplatz, ist der Stellplatz von Bäumen umgeben und gibt es Stromanschluss? Alles Dinge, die du als Übersetzer*in im Vorfeld recherchieren solltest.
  • Wetterabhängigkeit: Wenn es regnet und der Rest meiner Familie sich deshalb ebenfalls ins Wohnmobil zurückzieht, kann es schnell eng und laut werden.

Schlechtere Erreichbarkeit: Tagsüber kann ich meine E-Mails nicht regelmäßig abfragen und Kund*innen müssen dann schon mal länger auf eine Antwort warten. Meine Stammkundschaft weiß aber Bescheid.

 

 

#2 Übersetzungen von der umherreisenden Haussitterin

Übersetzerin Andrea Halbritter vor einem Schloss

Übersetzerin Andrea auf Tour durch Baden-Württemberg

Ich, Andrea Halbritter, übersetze in den Sprachrichtungen Englisch-Deutsch und Französisch-Deutsch vor allem für Champagnerhäuser und andere Weinbaubetriebe. Außerdem erstelle ich hauptsächlich für Gedenkstätten, Museen, politische Parteien und Gesundheitsbehörden Texte in Leichter und Einfacher Sprache.

Als Übersetzerin kann ich ortsunabhängig arbeiten, was ich seit über 10 Jahren sehr genieße. Alljährlich bin ich 3 bis 6 Monate unterwegs, im Wesentlichen in Deutschland und Frankreich. Die Unterkünfte variieren zwischen Privatwohnungen, Ferienhäusern, Mobilhomes auf Campingplätzen und Jugendherbergen. Meine besten Tipps für günstige Locations mit Internetanschluss für digitale Nomad*innen verrate ich dir jetzt:

  1. Unterkünfte finde ich auf Facebook in lokalen Gruppen oder Gruppen mit Übersetzer*innen, Texter*innen oder anderen Digitalnomad*innen. Ich poste, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Kante ich für 1 Monat eine Wohnung suche. Häufig bekomme ich schon innerhalb weniger Tage die ersten Angebote von Leuten, die mir während ihres Urlaubs, Auslandaufenthalts … ihre Wohnung zum Selbstkostenpreis überlassen wollen.
  2. Ganz umsonst kannst du Unterkünfte bekommen, wenn du als Gegenleistung Tiersitting, Gartengießen oder kleinere Handwerksleistungen anbietest. Dazu gibt es eigene Plattformen, fündig werden kannst du aber auch in Facebookgruppen oder Businessclubs. 2022 konnte ich insgesamt fast 3 Monate als Katzensitterin unterwegs sein!
  3. Außerhalb der Urlaubszeit kannst du für Ferienhäuser oder -wohnungen günstige Monatstarife aushandeln.
  4. Manche Hotels oder Campingplätze sind in der Nebensaison auch für einen Deal à la Übersetzung der Website gegen mehrwöchige Unterkunft empfänglich.
  5. Zur Überbrückung darf’s bei mir zwischendurch auch ein Familienzimmer oder ein Bungalow in einer Jugendherberge sein. Leckere Halbpension (okay, insbesondere die Qualität des Abendessens ist bei Jugendherbergen sehr unterschiedlich …) inbegriffen!
  6. Natürlich kannst du deine Wohnung aber auch tauschen. Warum nicht mit anderen Übersetzer*innen? Fündig werden kannst du in Sachen Haus- oder Wohnungstausch in der Facebookgruppe TTNS Agency oder auf Bezahlportalen.

Wo auch immer du als Übersetzer*in unterkommen möchtest: Abklären solltest du unbedingt, wie’s mit dem Internetanschluss aussieht. Auf manchen Campingplätzen ist der Empfang nur im Bereich der Rezeption gewährleistet, in anderen Locations der Internetzugang begrenzt oder kostenpflichtig. Empfehlenswert ist für Sprachmittler*innen immer, zur Not mit dem eigenen Handy für einen Hotspot sorgen zu können. Alternativ ist es auch möglich, als Übersetzer*in vor Ort Coworking-Spaces zu nutzen. Für Kontakte und Vernetzung auch nicht schlecht! Was du auch abklären solltest: Steht ein Tisch mit halbwegs rückenfreundlichem Stuhl zur Verfügung? Selbst normale Esstische gibt es nicht in jeder Location!

 

#3 Die Übersetzerin mit Bügelbrett und zwei Wohnorten

Übersetzerin Patrcia Lux

Übersetzerin Patricia. der Zugvogel mit 2 Wohnsitzen

Patricia Lux übersetzt aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche. Ihre Themenbereiche sind Friedensarbeit, Mode und Textil sowie Audioguides für Museen.

Schon bevor ich zwei Wohnorte hatte, bin ich oft gereist. Den Desktop-Computer habe ich schon 2007 abgeschafft und benutze nur ein Laptop. Ich übersetze auf dem Balkon, am Küchentisch, im Stehen am Bügelbrett … und natürlich im Zug, im Hotel oder im Café. Ich sehe schon das Kopfschütteln: nur ein winziger Bildschirm, kein ergonomischer Bürostuhl … Für viele wäre das nichts. Ich mag die Abwechslung.

Aber zurück zu den zwei Wohnorten. Seit 2019 habe ich zwei geografische Lebensschwerpunkte: Toulouse, wo ich seit 20 Jahren Wurzeln geschlagen habe und wo meine drei erwachsenen Kinder leben, und meine Heimatstadt München, in der meine Mutter und mein Partner wohnen. Sehr schnell beschloss ich, mich nicht zwischen beiden zu entscheiden. Ich habe zwei Staatsangehörigkeiten und zwei Kulturen, warum nicht auch zwei Lebensräume?

Mein Hauptwohnsitz ist Toulouse. Ich verbringe den größten Teil meiner Zeit in Frankreich und erwirtschafte dort den Hauptanteil meines Umsatzes. Ich kenne mich hier mit den diversen Behörden und Vorschriften aus, zahle in die Rentenkasse ein, bin Mitglied im französischen Fachverband SFT und die meisten meiner Kunden sind französische Firmen und Verlage … Ich mache zwar ab und zu eine Schulung beim BDÜ, aber ich werde meine Selbstständigkeit nicht nach Deutschland verlagern und kein neues System lernen.

Natürlich kann ich mir keine zwei Wohnungen leisten, deshalb ist mein Wohnraum, wenn ich ihn nicht selbst nutze, vermietet. In München ist das ein Zimmer in einer WG, das mir für die Wochen meiner Anwesenheit zur Verfügung steht und in der restlichen Zeit anderweitig vermietet wird. In Toulouse ist es eine Eigentumswohnung, die ich in meiner Abwesenheit monatsweise vermiete. Ich brauche für die „Banalisierung“ meines Wohnraums inzwischen circa 3 bis 4 Stunden, dann liegen meine Klamotten, der Inhalt meines Schreibtischs und meine Lieblingsvase gut verstaut im Keller. Die Ablageordner bleiben für die Person meines Vertrauens zugänglich und meine Post wird ebenfalls von ihr geöffnet und für mich abfotografiert. Die wichtigen Dokumente sind alle online abgespeichert und jederzeit zugänglich. Wenn es in Toulouse im Sommer zu heiß ist, bin ich in München. Während des kalten deutschen Winters arbeite ich als Übersetzerin in Frankreich …

Meinen Kunden ist es völlig egal, wo ich mich aufhalte, es macht keinen Unterschied. Sie freuen sich sogar über meine Fernreisen, wenn sie ihre Übersetzung dank der Zeitverschiebung über Nacht bekommen – um 17 Uhr gesendet, in Vietnam am Hotelpool übersetzt und um 9 Uhr in der Mailbox. Ein netter langjähriger Kunde möchte immer auch noch gern ein Foto vom Reiseziel mitgeschickt haben.

Vielleicht denke ich im Rentenalter anders, aber im Moment möchte ich mein Leben als Zugvogel nicht missen!

 

 

#4 Ein gemeinsames Büro mit dem ebenfalls übersetzenden Partner

Transkreatorin und Copywriterin Ana Carolina Ribeiro lebt in Aveiro (Portugal) und möchte demnächst zu ihrem Partner nach Badalona (Spanien) ziehen. Ana übersetzt aus dem Englischen und Spanischen ins Brasilianische Portugiesisch. Ihr Spezialgebiet ist Marketing für Technologie-, Sportbekleidungs- und Tourismusunternehmen.

Simon Berrill und Ana Carolina Ribeiro in ihrem Büro

Simon und Ana teilen sich beim Übersetzen gern das Büro 

For the best part of any given month, I share a home office with my partner and fellow translator, Simon Berrill. We still live in different countries, so there are times when I work alone. That experience allows me to say with certainty that I much prefer sharing an office, and it’s not just because I like having someone to bring me coffee sometimes…

Of course, I am fortunate to share an office with someone in the same profession: even though we don’t work in the same language combinations, we can bounce ideas off one another when faced with a tricky source text, share little tricks in MemoQ/LSP.expert, and give encouragement on difficult days. 

We don’t get in each other’s way, partly due to our set-up: we have separate desks, drawers, and noticeboards, with plenty of room in between for the printer and other office supplies. My earbuds are always around, too, and I often use them when I feel I need that little bit of extra focus.

To me, the main disadvantage when sharing an office is the distractions, as it’s so easy to spend hours talking about something you read online… To avoid that, we adopt a simple strategy we’ve been using since before we shared an office: the pomodoro method. We state our goals, work for 25 minutes, chat for 5, rinse and repeat. The added accountability of pomodoroing with another person has really helped me get a lot more done, without the feeling of isolation.

For anyone who has to share an office, my best tip is to have a clear idea of what you both need to work at your best, and then spend time adapting your environment together. And get some good noise-cancelling headphones if you need quiet and your office mate is a loud typist! 

 

#5 Der Übersetzer, für den nur Homeoffice infrage kommt 

 

Hund vor Computer

Übersetzer Dávid arbeitet mit seinem Hund im Homeoffice

Dávid Krásenský arbeitet als Dolmetscher und Übersetzer. Der Bahnexperte lebt in Österreich, wo er aus seinem Wiener Homeoffice aus dem Deutschen, Polnischen und Englischen ins Slowakische und Tschechische übersetzt. Weitere Spezialgebiete des Diplom-Ingenieurs sind Logistik und Informatik.

Als Übersetzer habe ich schon an vielen Orten gearbeitet: in Cafés, Hotels, verschiedenen Bürogebäuden … Die Liste, der Arbeitsplätze, die ich ausprobiert habe, ist lang! Am zufriedensten bin ich, wenn ich von daheim aus arbeiten kann. Das Übersetzen im Homeoffice hat viele Vorteile:

  1. Ich kann tun, was ich will, wann ich will. Das heißt: Ich kann meine Arbeit organisieren, wie ich dies möchte und brauche, bin also sehr flexibel.
  2. Über schlechte Arbeitsbedingungen kann ich mich nur bei mir selbst beschweren – sei es zu viel Lüftung oder zu viel Heizung, schlechtes Internet, ein unbequemer Sessel, ungenießbarer Kaffee ein kaum essbares Mittagessen aus der Betriebskantine, das ich selbst zubereitet habe … Ich bin für alles selbst verantwortlich und habe auf meine Arbeitsbedingungen direkten Einfluss. Ich bin nicht nur Herr meiner Zeit, sondern auch Herr meines Büros. Manchmal bedeutet dies viel mehr, als man meint!
  3. Meine Arbeit organisiere ich selbst. Verantwortung habe ich nur mir und meinen Kunden gegenüber. Meine Zeit kann ich mir im Homeoffice einteilen, wie ich dies möchte. Ich entscheide, wann ich meine Mittags- oder Kaffeepause brauche beziehungsweise einplane.
  4. In meinem Homeoffice habe ich alles zur Hand, was ich fürs Übersetzen brauche.
  5. Wenn ich zuhause übersetze, stört mich niemand. Im Homeoffice habe ich keine leidenschaftlich telefonierenden Kollegen, keine unendlichen Debatten, kein Radio, das mich stört und ablenkt.
  6. Und als größten Bonus gibt es in meinem Übersetzerbüro ein vierbeiniges Fußpolster!

Um nicht nur über Vorteile zu sprechen: Homeoffice ist nichts für extrovertierte Übersetzer*innen. Wer im Homeoffice übersetzt, trifft kaum jemanden – außer er schaut in den Spiegel. Sprachmittler*innen, die im Homeoffice arbeiten, brauchen einen guten Ausgleich: eine gut funktionierende Beziehung, einen zuverlässigen Freundeskreis, Hobbys …

Eine Rose ohne Dornen gibt es nicht und auch kein Wow ohne Aber!

 

#6 Die Übersetzerin, die am liebsten im Café arbeitet

Dame mit Laptop an einem Tisch im Café sitzend

Übersetzerin Caroline liebt die Arbeit im Kaffeehaus

Berlinerin Caroline Elias ist ebenfalls als Übersetzerin und Dolmetscherin tätig. Ihre Spezialgebiete sind Kultur, Medien und Drehbücher, ihre Sprachpaare Französisch-Deutsch und Englisch-Deutsch.

Wir Spracharbeiter*innen sind Profis in Sachen Amateurismus — und im Fach „unnötiges Detailwissen“. Wir können zu den absurdesten Themen fachsimpeln. Wir eignen uns fremde Zungen an, schreiben und sprechen aus dem Schatten der Kulissen heraus, schlüpfen bei unserer Arbeit in die Rollen jener, die im Licht stehen.

Fürs Übersetzen und Dolmetschen brauche ich eine besondere Geisteshaltung, die etwas Schwebendes hat. Ich hänge am Wort, darf mich aber nicht an ihm aufhängen. Dabei suche ich Hintergründe, Kommunikationsabsichten, Anlässe für Wortwahl und Fachliches — und ich wechsle ständig die Perspektive.

Für einen Teil der Arbeitszeit eignen sich die klassischen Theaterbühnen des Alltags hervorragend: Kaffeehäuser. Ich tingele zwischen ihnen ebenso hin und her wie zwischen meinen Städten und fühle dabei Verbundenheit gleich mehrfach. Im besten Falle wirbeln hier diverse Sprachen durcheinander, und der Odem der Geschichte ist zu spüren, in alten Lokalen sowie in manchem neuen Traditionshaus.

Die Welt als Kaffeehaus: Sie sind Orte individuellen, ruhigen Genusses, Sinnierens oder Arbeitens, aber auch der provozierten oder unerwarteten Begegnung sowie der Debatte. In den letzten Jahrhunderten gab es in Zeiten unterdrückter Meinungsäußerung in Cafés paradoxerweise regelmäßig mehr Zeitungsauswahl als anderswo. Ein gutes Angebot an Zeitungen und Zeitschriften, darunter internationale Titel, finde ich dort sogar in der Ära des Digitalen wichtig.

Ich bin in einem Historikerhaushalt aufgewachsen, in dem es viele Dokumente und Beschreibungen alter Zeiten gibt, zum Teil von der Hand der eigenen Ahnen. Paris durchwandere ich gerne mit dem alten Baedeker, in den mein Ur-Urgroßvater zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und den 1920-er Jahren exquisite Randnotizen schrieb. Dabei suche ich manchmal namhafte Cafés auf, deren Rechnungen als Lesezeichen im Buch liegen.

Außerdem kann das Kaffeehaus der Gang eines Krankenhauses sein, in dem ich auf Angehörige warte, ein Eisenbahnwagon, Ruhezone bevorzugt, oder der improvisierte Arbeitstisch an meinen arbeits- oder familienbedingten Lebensorten. Fehlt mir Stimmengewirr, schalte ich es an; im Netz gibt es die passenden Soundscapes.

Den Rest erledigt Pawlow. Ich arbeite fast überall.

Kaffeehäuser haben nur wenige Nachteile: Zu laute oder aufdringliche Tischnachbarn, wackliges Wlan, wenn’s zieht oder die Karte teuer ist. Außerdem: Es gibt dort wenig Bücher — manchmal muss ich eben doch etwas nachschlagen.

 

 

 

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Bilder: © Michaela Bittner, Patricia Lux, Ana Carolina Ribeiro, Dávid Krásenský, Caroline Elias, Andrea Halbritter

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